Projekt statt Praktikum

 

Berufsorientierungswochen im 9. Jahrgang

Im Sommer 2020 begannen unsere Schüler*innen sich auf ihr Berufspraktikum im Frühjahr 2021 vorzubereiten. So wurden Bewerbung geschrieben, Bewerbungsgespräche geübt und Vorstellungsgespräche durchgeführt. Bis Dezember 2020 hatten über 90% der Schüler*innen ihr Praktikumsplatzbestätigung in der Tasche. Und dann kam, aufgrund der Pandemie, die behördliche Absage.

Was nun? Wie kann man den Schüler*innen trotzdem einen Einblick in diese wichtige Zeit geben?

Die Lösung: eine intensive Berufsorientierungswoche!

Vom 01.03. – 12.03.2021 arbeiteten die Schüler*innen im Szenario B vom 01.03. -12.03.2021 in einer Intensivwoche selbstständig an folgenden Inhalten:

Berufsorientierungsmappe: Aufgaben rund um die Arbeitswelt und der Praktikumsplatz

– Eignungstest: Aufgaben aus dem Bereichen Mathematik, Deutsch, logisches Denken,   

  Allgemeinwissen

– das Profil AC: Kompetenztests

– Traumberuf: Voraussetzungen und Inhalte des Wunschberufes

– VR-Brillen: virtueller Rundgang durch den Wunschpraktikumsplatz

– Vorgangsbeschreibung: Einen Vorgang speziell aus einem Berufsbild beschrieben

– individuelle Berufsberatung durch die ARGE.

 

Auch wenn wir damit die Erfahrung während eines „echten“ Berufspraktikums nicht ersetzen konnten, so ist es uns nach Rückmeldung unserer Schüler*innen gelungen, ihnen einen interessanten und handlungsorientierten Einblick in diese Zeit zu gewähren, was die aufgeführten Schüleräußerungen bestätigen:

 

PROFIL AC

Am 04. März 2021 wurde im Rahmen der Berufsorientierungswoche des 9. Jahrganges das Profil AC (Kompetenztest) des Kultusministerium Niedersachsen durchgeführt. Dabei mussten die Schüler und Schülerinnen verschiedene Aufgabenteile wie z.B. Beobachtungsaufgaben zur Erfassung der Sozialkompetenz, der Methodenkompetenz und personalen Kompetenz bearbeiten. Außerdem mussten Tests zur Erhebung der informationstechnischen Fähigkeit, der kognitiven Basiskompetenz und der berufsfeldbezogenen Kompetenz bearbeitet werden. Diese Tests erfolgten in einer bestimmten Erarbeitungszeit. Der ganze Test dauerte ungefähr 90 Minuten.

Daniel Weule und Robert Schneider, Klasse 9.1                                          

 

VR-BRILLEN

Wer will nicht auch einmal, in eine virtuelle Realität abtauchen und dabei von oben auf das Geschehen hinabsehen.  Am 3.  März 2021 durften wir als Klasse mit VR (Virtual Reality) Brillen in Berufsbilder unserer Wahl hineinschauen.  Da lohnte sich auch die aufwendige, aber nötig Desinfektionsprozedur.  Angefasst wurde der Controller nur mit desinfizierten und behandschuhten Händen.  Nachdem man die Brille aufgesetzt hatte, musste man erst einmal den Einschaltknopf ertasten. Dann konnte man aus mehr als 70 Berufsbildern einen aussuchen.

Ich habe Landschaftsgärtner/in gewählt und stand plötzlich in einer weitläufigen Gartenanlage. Während ich über Gärten und Gärtnern in der Luft schwebte, versorgte mich eine Stimme mit Informationen und Erklärungen.  Die Brille saß die ganze Zeit angenehm und ich konnte alles, bis auf das Video erfolgreich ausblenden.  Sobald das Video abgelaufen war, wurde ich zurück zur Berufsauswahl geführt und durfte die Brille abnehmen. Wir hatten allerdings auch ein paar Probleme mit den Brillen, wie man hier im zweiten Erfahrungsbericht ganz gut erkennen kann.

Ich war eine der letzten und hatte mich schon sehr auf die virtuelle Erfahrung gefreut. Anfangs dachte ich, wir können vielleicht zwischen 8-10 Berufen entscheiden, aber die Auswahl war sehr viel größer. Wir hatten die Möglichkeit, uns einen von etwa 70 verschiedenen Berufen bzw. Betrieben auszusuchen.  Zuerst viel mir die Entscheidung nicht leicht, denn keiner der Berufe sprach mich zu 100% an, aber nach kurzer Überlegung entschied ich mich dann für den, der Hotelfachfrau. Ich hatte so eine Brille bereits auf, deswegen wusste ich ungefähr was mich erwarten würde. Meine Begeisterung und Freude an dem Ganzen hatten sich allerdings leider schnell gelegt, denn meine Brille funktionierte nicht.  Einer unserer Klassenkameraden hat sich dann die Brille aufgesetzt und probierte sein Glück. Ich weiß bis jetzt noch nicht wie er das gemacht hat, aber nach seinem Versuchen, die Brille zu reparieren, funktionierte sie tatsächlich wieder.  Nun konnte ich endlich meinen Beruf auswählen und in die virtuelle Welt eintauchen. Der Film selbst dauerte etwa drei Minuten.  Er war gut, um sich eine grobe Vorstellung machen zu können, was in etwa in diesem Beruf passiert, aber man kann sich aufgrund dieses kurzen Filmes nicht endgültig für einen Beruf entscheiden. Ich kann aber sagen, dass dieser Beruf nichts für mich ist, denn ich tendiere in eine komplett andere Richtung.

Als kurzes Fazit können wir sagen, dass es eine coole und informative Erfahrung war, kurz in eine andere Welt einzutauchen und sich einen Beruf anzusehen, für den man sich ansonsten gar nicht interessiert hätte. Allerdings reicht ein dreiminütiger Film definitiv nicht aus, sich komplett für einen Beruf zu entscheiden.  Auch wenn dieser Beruf nicht unser zukünftiger wird, haben wir nun einen Beruf mehr, den wir ausschließen können.

Emily Röber und Amber Rengshausen, Klasse 9.1

 

 

Jacqueline Koch    Melanie Schaare
(Jahrgangsleiterin 9)  (Fachbereichsleiterin Arbeit/Wirtschaft)

                                                                                                     

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