„Aber, no pressure“: Schultheater der Länder 2026

Eine Bühne, acht Jugendliche und ein Thema, das sie alle betrifft: Druck.

Eine besondere Woche liegt hinter unserer Schülerinnen und Schülern: Mit ihrer Eigenproduktion „Aber, no pressure“ durfte der Prüfungskurs Darstellendes Spiel des 13. Jahrgangs der Sally-Perel-Gesamtschule Niedersachsen beim Schultheater der Länder 2026 in Frankfurt am Main vertreten.

Die Bundesjury hatte die Inszenierung zuvor aus den Produktionen der Länder ausgewählt. Für unsere acht Schülerinnen und Schüler war die Teilnahme damit eine besondere Anerkennung ihres gemeinsamen künstlerischen Prozesses und zugleich eine außergewöhnliche Erfahrung auf einer bundesweiten Bühne.

Wenn der Druck zu groß wird

In „Aber, no pressure“ setzen sich die Jugendlichen mit einem Thema auseinander, das viele junge Menschen aus ihrem eigenen Alltag kennen: Leistungsdruck, Erwartungen, Selbstzweifel und die Frage, was es braucht, um an sich selbst zu glauben.

Das Stück wurde von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam entwickelt. Unter der Leitung von Franziska Baumgartner entstand eine persönliche und zugleich gesellschaftlich relevante Inszenierung.

Bewegung, Tanz, Sprache, Musik und Licht verbinden sich dabei zu intensiven Bildern. Die Jugendlichen zeigen, wie schnell aus vermeintlich kleinen Erwartungen ein Gefühl von Enge entstehen kann. Sie funktionieren, vergleichen sich und versuchen, den Erwartungen anderer und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die zentrale Frage lautet: Was passiert, wenn der Druck zu groß wird?

Die Antwort der Jugendlichen ist keine Resignation. Vielmehr fordert die Inszenierung dazu auf, genauer hinzusehen und einander wahrzunehmen: „Sag mir lieber, was ich kann. Sag’s oft. Nicht irgendwann. Und sag es LAUT!“

Besonders beeindruckend ist, dass keine der beteiligten Schülerinnen und Schüler tänzerische Vorerfahrung mitbringen musste. Alle haben sich auf die körperliche Arbeit eingelassen und ihren eigenen Ausdruck gefunden. Dadurch entstanden authentische Bilder für ein Thema, das die Jugendlichen selbst unmittelbar betrifft.

Auch hinter der Bühne ein starkes Team

Zum Team in Frankfurt gehörten nicht nur die Jugendlichen auf der Bühne. Drei Schülerinnen und Schüler aus unserem schuleigenen Technikteam begleiteten das Ensemble unter der Leitung von Jasper Meister und waren für die technische Umsetzung bei Licht und Ton verantwortlich.

Damit wurde die Produktion auch hinter der Bühne von Jugendlichen unserer Schule getragen. Sie übernahmen Verantwortung und waren ein wichtiger Teil der gemeinsamen Aufführung.

Eine Bühne für die Geschichten junger Menschen

Am 20. September präsentierte das Ensemble „Aber, no pressure“ in Frankfurt. Dabei ging es längst um mehr als eine einzelne Aufführung. Die Schülerinnen und Schüler begegneten jungen Theatermacherinnen und Theatermachern aus anderen Bundesländern, tauschten Erfahrungen aus und erlebten, dass ihre eigenen Geschichten und Gedanken auch über die Grenzen der eigenen Schule hinaus ein Publikum erreichen.

Die Jury des Schultheaters der Länder würdigte die Wirkung der Inszenierung mit den Worten:

„Ihr bewegt uns aufgrund eurer vielfältigen Geschichten, die nicht nur Schüler, sondern die gesamte Gesellschaft betreffen/berühren.“

Bereits bei der Schultheaterwoche Niedersachsen in Braunschweig hatte die Produktion mit einer ausverkauften Spielstätte große Resonanz erfahren. Die Einladung zum Schultheater der Länder war nun eine weitere besondere Anerkennung für die gemeinsame Arbeit.

Heute geht es zurück nach Braunschweig

Mit dem Ende des Schultheaters der Länder heißt es heute für unsere Jugendlichen: Abschied nehmen und zurück nach Hause.

Im Gepäck sind die Urkunden, viele Eindrücke und Erinnerungen an eine besondere Zeit. Vor allem aber nehmen die Jugendlichen die Erfahrung mit, gemeinsam etwas entwickelt und auf eine bundesweite Bühne gebracht zu haben.

Wir sind stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler vor und hinter der Bühne. Ihr habt gezeigt, was entstehen kann, wenn man sich aufeinander einlässt, Verantwortung übernimmt und den Mut hat, die eigenen Geschichten sichtbar zu machen.

Ein herzlicher Dank gilt Franziska Baumgartner, Jasper Meister sowie allen Beteiligten, die dieses besondere Theaterprojekt ermöglicht und begleitet haben.

Kommt gut zurück nach Braunschweig! ❤️🎭

Fotos: © SDL / © Schultheater der Länder

English Week im Jahrgang 7

Im Rahmen unserer English Week während der Fahrtenwoche beschäftigten sich vom 31.08. bis 04.09.2026 die Schüler*innen des 7. Jahrgangs mit William Shakespeares berühmtem Stück A Midsummer Night’s Dream.

Zusammen mit Studierenden der TU Braunschweig und den TUBS Players setzten sich die Schüler*innen eine Woche lang in verschiedenen Workshops kreativ mit dem Stück auseinander. Dabei standen die Bereiche Acting, Stage Combat, Dance, Music, Stage Design, Arts und Props zur Auswahl. Die Woche wurde am Freitag mit einer Präsentation in der Zielsprache Englisch abgeschlossen, bei der alle Teilnehmenden ihre Ergebnisse präsentieren konnten.

Durch die vielfältigen Angebote konnten die Schüler*innen ihre eigenen Ideen und Talente einbringen und Shakespeare auf vielfältige, praktische und kreative Weise erleben.

Unsere Schule vertritt Niedersachsen beim Schultheater der Länder 2026

Unsere Schule darf sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Die Produktion „Aber, no pressure“ des Prüfungskurses Darstellendes Spiel (Jahrgang 12) wurde von der Bundesjury für das Schultheater der Länder 2026 ausgewählt. Die Sally-Perel-Gesamtschule ist damit die einzige Schule aus Niedersachsen, die beim bedeutendsten Schultheaterfestival Deutschlands vertreten ist.

Die Nominierung würdigt die herausragende Arbeit unserer Schülerinnen und Schüler sowie das große Engagement von Franziska Baumgartner, die die Inszenierung gemeinsam mit dem Kurs entwickelt und auf die Bühne gebracht hat.

Vom 19. bis 24. September 2026 werden die nominierten Gruppen aus allen Bundesländern in Frankfurt am Main ihre Produktionen präsentieren und sich mit jungen Theatermacherinnen und Theatermachern aus ganz Deutschland austauschen.

Mit „Aber, no pressure“ hat der Kurs eine eindrucksvolle Produktion geschaffen, die sich mit den Herausforderungen, Erwartungen und Belastungen auseinandersetzt, denen junge Menschen heute begegnen. Die Auswahl durch die Bundesjury bestätigt die hohe künstlerische Qualität der Inszenierung und die intensive Arbeit aller Beteiligten. Bereits bei der Schultheaterwoche Niedersachsen stieß die Aufführung auf große Begeisterung beim Publikum.

Eine ausführliche Rezension ist hier zu finden:

https://schultheaterwoche.com/rezension-zu-aber-no-pressure/

Wir gratulieren dem Prüfungskurs Darstellendes Spiel und Franziska Baumgartner herzlich zu diesem Erfolg und wünschen unvergessliche Erfahrungen beim Schultheater der Länder 2026 in Frankfurt am Main.

Wildbestand | Theaterprojekt Jahrgang 5

Vom 16. bis 20. Februar 2026 fand im fünften Jahrgang das Theaterprojekt »Wildbestand« statt. Inspiriert von der gleichnamigen Inszenierung am Staatstheater, welche eine Adaption des Grimmschen Märchens „Hänsel und Gretel“ darstellt, entwickelten die Schüler*innen unter Anleitung von externen Theaterpädagog*innen des theaterpädagogischen Zentrums Spielraum und ihren Lehrkräften eine eigene theatrale Collage, welche sie am 20. Februar um 17:00 Uhr im Forum vor rund 350 Zuschauer*innen darboten. In Kleingruppen setzten sich die Kinder mit den zentralen Themen des Märchens auseinander: Eine Geschichte vom Weggehen, Umherirren und Ankommen. Ausgangspunkt war die Frage, was Kinder bei einem Neuanfang bewegt: Gefühle, Erinnerungen, Hoffnungen und Ängste.

Die theatrale, künstlerische, musikalische und auch kulinarische Auseinandersetzung mit schmerzlichen, tröstlichen und starken Momenten im Leben mündete in berührende und im wahrsten Sinne bewegende Szenen, welche die eigene Selbstwirksamkeit und Bedeutung von innerer Stärke für die Kinder erlebbar machten.

Der fünfte Jahrgang dankt dem Förderverein, dem Spielraum-TPZ, dem Staatstheater, der Sparkasse Braunschweig und dem Stadtbezirksrat III für die großzügige finanzielle Unterstützung sowie Andreas Greiner-Napp für die wunderbaren Fotos.